Zwei neue Defibrillatoren für die Gemeinde Lützelfüh
25.06.2014
Defibrillatoren nun auch im Kirchgemeindehaus Grünenmatt und im Feuerwehrmagazin Lützelflüh
In der Schweiz stirbt jede Minute ein Mensch an Herzversagen. Herzstillstand ist weltweit die häufigste Todesursache. Bei einem Herzstillstand schwindet mit jeder verstrichenen Minute die Erfolgsaussicht um rund 10%, ein Patient mit Kreislaufstillstand zu retten. Da es bis 20 Minuten dauern kann, bis ein Rettungsteam vor Ort ist, hat der Rettungsdienst Regionalspital Emmental im April 2012 First Responder Gruppen lanciert. First Responder leisten qualifizierte «Erste Hilfe» am Patienten, kommunizieren mit dem Rettungsdienst und der Sanitätsnotrufzentrale 144 und überbrücken mit einer sofortigen Herzdruckmassage und einer allfälligen «Frühdefibrillation» bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. So werden bei einem Notruf «nicht ansprechbare Person oder Person mit Herzproblemen» auf die Nr. 144 gleichzeitig mit der Ambulanz auch die Responder per «SMS» alarmiert.
Bis vor kurzer Zeit gab es in der Gemeinde Lützelflüh keinen zugänglichen Defibrillator. So hat der Samariterverein Grünenmatt im Juni 2012 einen schriftlichen Antrag an den Gemeinderat Lützelflüh gestellt mit der Bitte, für Grünenmatt einen öffentlichen Defibrillator anzuschaffen. Im März 2013 hat dann der Gemeinderat beschlossen ins Budet 2014 zwei Defibrillatoren (1 x Grünenmatt, 1 x Lützelflüh) aufzunehmen. Endlich war es soweit und ein Defibrillator wurde im Kirchgemeindehaus Grünenmatt installiert. Der zweite Defibrillator wurde im Feuerwehrmagazin Lützelflüh montiert. So verfügt nun die Gemeinde über zwei öffentlich zugängliche Defibrillatoren. Mit der Zeit sollte auch der Defibrillator im Emmenschachen (Badi) für die Bevölkerung zugänglich gemacht werden. Bei einer Alarmierung der Feuerwehr wird der Defibrillator vom Feuerwehrmagazin immer mit zum Einsatz genommen. Auch für Postendienste der Samaritervereine innerhalb der Gemeinde wird der Defibrillator im Feuerwehrmagazin ausgehändigt. So besteht immer noch die Möglichkeit, bei einem Notfall den Defibrillator im Emmenschachen zu holen. Auch das Aemme fit Lützelflüh und die Kühni AG in Ramsei verfügen über einen Defibrillator.